
Fast jede Frau erlebt es irgendwann einmal: vaginales Jucken, Brennen, veränderter Ausfluss und/oder unangenehmer Intimgeruch. Solche Symptome liefern zwar Hinweise auf eine Vaginalinfektion, reichen aber noch lange nicht aus, um daraus die richtige Therapie abzuleiten.
Nur auf der Grundlage des gesamten Beschwerdebildes, zusammen mit den ärztlichen Untersuchungsbefunden, kann eine sichere Diagnose gestellt werden. Für die Diagnose der bakteriellen Vaginose (siehe auch Tabelle) werden meist durchgeführt:
| Befunde | Diagnose/Weiterführende Untersuchungen |
|---|---|
| pH-Wert höher als 4,5. Ausfluss zum Teil verstärkt und grau-weißlich, fischartiger Geruch „Clue-Cells (Schlüsselzellen)“ im Nativpräparat | Bakterielle Vaginose wahrscheinlich. Ausschluss von anderen bakteriellen Infektionen |
| käsiger, geruchloser oder gelblicher, schaumiger Ausfluss und/oder Juckreiz Brennen, Schmerzen, pH im Normbereich | Mikroskopische Prüfung u.a. auf Pilzerkrankung, Trichomonaden-Infektion, Ausschluss von Herpes Infektion, usw. |