Gerät das vaginale Milieu aus dem Gleichgewicht
Eine bakterielle Fehlbesiedlung führt zu einem steigenden pH-Wert in der Scheide. Dies ermöglicht einerseits eine weitere Ausbreitung von krankheitserregenden Keimen. Andererseits wird die Wiederherstellung der normalen Milchsäurebakterienflora erschwert. In der Folge kommt es zu lästigen vaginalen Beschwerden wie unangenehmem Intimgeruch, verändertem und/oder verstärktem Ausfluss - manchmal auch einhergehend mit Jucken und Brennen.
Mögliche Auslöser der Bakteriellen Vaginose finden sich im Alltag vieler Frauen:
Eine unbehandelte bakterielle Vaginose kann das Risiko für schwerwiegende aufsteigende Infektionen, z. B. zu den Eileitern und Eierstöcken, sowie für Infektionen mit sexuell übertragbaren Erregern erhöhen. In der Schwangerschaft kann sie einen vorzeitigen Blasensprung, eine Frühgeburt und ein geringeres Geburtsgewicht zur Folge haben.
Rechtzeitig und richtig erkannt, lässt sich die bakterielle Vaginose mit entsprechenden Antibiotika gut therapieren. Allerdings leiden etwa 70% der Frauen innerhalb von neun Monaten an einer erneut auftretenden (rezidivierenden) bakteriellen Vaginose. Eine wichtige Ursache dafür:
Die Folge: Der vaginale pH-Wert steigt und der natürliche Säureschutz gegen bakterielle Fehlbesiedlung ist nicht mehr wirksam. Er kann - ohne eine säuernde „Starthilfe“ - nur schwer wiederhergestellt werden.
Begleitend oder im Anschluss an eine Antibiotika-Einnahme sollte daher immer eine vaginale pH-Wert-Normalisierung stehen. Ebenso nach Behandlung einer gemischten Infektion mit Bakterien und Pilzen (z. B. Candida). So kann das natürliche Bakteriengleichgewicht in der Scheide schnell wieder aufgebaut werden.