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Der vaginale pH-Wert

Der Säuregrad wird durch den sog. pH-Wert ausgedrückt. Während der Säureschutzmantel der Haut einen pH-Wert von etwa 5,5 besitzt, ist der pH-Wert auf der Vaginalhaut mit 3,8-4,5 deutlich niedriger, also saurer. Möglich wird dies durch die sog. Lakto- oder Milchsäurebakterien der Vaginalflora. Ihr Stoffwechsel produziert – wie der Name schon sagt – Milchsäure aus dem Zucker der sich regelmäßig ablösenden Vaginalhautzellen.

 

 

Die Milchsäure

  • säuert nicht nur das Scheidenmilieu an und hält den pH-Wert im sauren Bereich, sondern
  • schafft für die Milchsäurebakterien selbst beste Voraussetzungen für ihre Vermehrung, aber auch
  • ein stabiles Gleichgewicht zu anderen in der Vagina vorkommenden Bakterien, die es meist nicht so sauer mögen.

Krankheit erregende Bakterien haben in einem sauren Umfeld wenig Chancen, sich in größerer Zahl anzusiedeln bzw. zu vermehren. Ein intelligenter Schutzmechanismus also, der entscheidend von einem gesunden vaginalen pH-Wert abhängig ist.

Übrigens: Neben Milchsäure produzieren die Milchsäurebakterien auch Wasserstoffperoxid (H2O2), das ebenfalls die Vermehrung von Krankheitserregern hemmt.

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